Mit der Verhaftung des mutmaßlichen bosnisch-serbischen Kriegsverbrechers Ratko Mladic sind nach Auffassung des Präsidenten von Bosniens serbischer Teilrepublik, Milorad Dodik, alle Auflagen des Friedensvertrags von Dayton erfüllt. Trotz der Wut vieler bosnischer Serben über die Verhaftung ihres früheren Militärchefs habe die Festnahme "keine Auswirkung auf Frieden und Stabilität in der serbischen Republika Srpska", erklärte Dodik am Donnerstag in Banja Luka. Die bosnisch-serbischen Behörden träten für niemanden ein, "der Kriegsverbrechen begangen hat, ungeachtet seiner ethnischer oder religiösen Zugehörigkeit".