Mutmaßlicher Kino-Amokläufer plädiert auf nicht schuldig

13. Mai 2013, 21:13 Uhr

Der mutmaßliche Kino-Amokläufer von Aurora hat wegen Unzurechnungsfähigkeit auf nicht schuldig plädiert.

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Der mutmaßliche Kino-Amokläufer von Aurora hat wegen Unzurechnungsfähigkeit auf nicht schuldig plädiert. Die Verteidigung von James Holmes, der vergangenen Juli bei einer "Batman"-Premiere in Aurora im US-Bundesstaat Colorado zwölf Menschen erschossen haben soll, reichte den Antrag bei einer Anhörung in Centennial ein. Der Richter Carlos Samour ließ zunächst offen, ob er dem Antrag zustimmt. Eine Entscheidung darüber dürfte er bei der nächsten Anhörung am 31. Mai mitteilen.

Holmes wird beschuldigt, in der Nacht zum 20. Juli 2012 bei der Premiere des neuen "Batman"-Films in einem Kino in Aurora nahe Denver wahllos in das Publikum gefeuert zu haben. Bei dem Blutbad wurden zwölf Menschen getötet und 70 weitere verletzt. Holmes wurde wegen zwölffachen Mordes und vielfachen versuchten Mordes angeklagt. Der Prozess soll Anfang August beginnen. Im März plädierte das Gericht stellvertretend für Holmes auf "nicht schuldig", weil dessen Anwälte zu dem Zeitpunkt noch nicht zu einem Plädoyer gekommen waren.

Später erklärten die Verteidiger in einem überraschenden Schritt, ihr Mandant sei bereit, sich schuldig zu bekennen. Dies geschah offenbar in der Hoffnung, dass Holmes damit ein Todesurteil erspart bleibe und er stattdessen zu lebenslanger Haft verurteilt werde. Die Staatsanwaltschaft lehnte den Deal jedoch ab und kündigte an, sie werde die Todesstrafe fordern. Nun versuchen die Anwälte, Holmes' Eingabe auf "unzurechnungsfähig" zu ändern.

AFP