Im Prozess um den Anschlag auf die U-Bahn in der weißrussischen Hauptstadt Minsk hat einer der beiden Angeklagten sein Geständnis widerrufen. Er habe die Aussage, die seinen Freund aus Kindertagen belastet habe, "unter Druck" bei der Polizei gemacht, sagte einer der beiden 25-jährigen Männer am Freitag vor Gericht. "Ich hatte Angst, getötet zu werden", erklärte er. Er habe gehört, dass sein Freund, der als mutmaßlicher Drahtzieher des Sprengstoffsanschlags gilt, bei mindestens einer Vernehmung geschlagen worden sei. Die staatlichen Medien in Weißrussland berichteten nicht über das zurückgezogene Geständnis.