"Die Freiheit" soll sie heißen und frustrierten Nichtwählern eine politische Heimat geben. Nach seinem Parteiausschluss plant der Berliner Ex-CDU-Abgeordnete René Stadtkewitz die Gründung einer eigenen Partei.
Drei Tage nach seinem Ausschluss aus der CDU- Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat René Stadtkewitz die Gründung einer eigenen Partei angekündigt. Die neue Partei "Die Freiheit" des 45-Jährigen solle vor allem frustrierten Nichtwählern eine politische Heimat geben.
Stadtkewitz kündigte an, er wolle eine "bürgerlich-liberale Partei, verschlossen für Extremisten von rechts und links". Den etablierten Parteien warf er vor, die Mehrheit des Volkes für unmündig zu erklären. Er lehne den Islam als politische Ideologie ab, der eine völlig andere Lebensauffassung als die westliche vertrete, sagte Stadtkewitz.
Stadtkewitz war in die Kritik geraten, weil er Berichten zufolge den niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders zu einer Veranstaltung nach Berlin eingeladen und sich gegen den Bau einer Moschee im Berliner Bezirk Pankow gewandt hatte. Er sitzt außerdem im Vorstand der islamkritischen "Bürgerbewegung Pax Europa", die auf ihrer Website von einer "schleichenden Islamisierung Europas" spricht. Stadtkewitz war bereits vor längerem aus der CDU ausgetreten, war aber in der Abgeordnetenhaus-Fraktion der Christdemokraten verblieben.