NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat US-Präsident Barack Obama zur Tötung von El-Kaida-Chef Osama bin Laden durch ein US-Spezialkommando beglückwünscht.
Zahlreiche Staatschefs, hohe Politiker und Muslime weltweit haben die Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden als wichtigen Schlag gegen den Terrorismus begrüßt.
"Das ist ein beachtlicher Erfolg für die Sicherheit der Nato-Bündnisländer und aller Nationen, die unsere Anstrengungen im Kampf gegen die Geißel des globalen Terrorismus teilen, um die Welt für uns alle sicherer zu machen", erklärte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am Montag. Die Nato werde ihren Einsatz in Afghanistan fortsetzen, damit das Land niemals wieder zum sicheren Hafen für Extremismus werden könne.
Der britische Premierminister David Cameron sprach von einem großen Erfolg: "Osama bin Laden war verantwortlich für die schlimmsten terroristischen Gräueltaten, die die Welt je gesehen hat - für den 11. September und für so viele Anschläge, die Tausende Menschenleben gekostet haben, davon viele britische", sagte er.
Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte, mit der Tötung bin Ladens sei den USA ein entscheidender Schlag gegen Al-Kaida gelungen. "Ich freue mich, dass es gelungen ist, bin Laden zu töten", sagte Merkel. Besiegt sei der internationale Terrorismus damit aber noch nicht. "Wir alle werden wachsam bleiben müssen." Dies würden auch die jüngsten Festnahmen von drei mutmaßlichen Al-Kaida-Mitgliedern in Nordrhein-Westfalen zeigen.
Wie Obama erinnerte Merkel daran, dass bin Laden nicht im Namen des Islam gekämpft, sondern in Wirklichkeit die Grundwerte aller Religionen verhöhnt habe. Außenminister Guido Westerwelle bezeichnete bin Laden als "einen der brutalsten Terroristen der Welt" und warnte die Bevölkerung vor Racheakten. Das Auswärtige Amt mahnte zu erhöhter Vorsicht bei Auslandsreisen.
Die ungarische EU-Ratspräsidentschaft hat die Tötung bin Ladens als "gute Nachricht" bezeichnet, zugleich aber vor einer fortbestehenden Bedrohung durch den Terrorismus gewarnt. Die US-Regierung habe mit der Tötung Bin Ladens einen "bedeutenden Erfolg" erzielt, "aber das bedeutet nicht das Ende des Kampfes gegen den Terrorismus", sagte der ungarische Außenminister Janos Martonyi dem ungarischen Radiosender MR.
Der amtierende libanesische Regierungschef Saad Hariri zeigte sich zufrieden über das gewaltsame Ende bin Ladens. "Jeder Mörder verdient ein solches Schicksal", sagte Hariri am Montag in Beirut. Osama bin Laden habe den Islam missbraucht und Zwietracht unter den Muslimen gesät, fügte er hinzu.
Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek sprach davon, dass viele Muslime die Nachricht vom Tod Bin Ladens "mit einer Mischung aus Erleichterung und Überraschung" aufgenommen hätten.