Nachrichten-Seiten protestieren gegen Werbeblocker

13. Mai 2013, 18:38 Uhr

Mit einer gemeinsamen Kampagne machen mehrere deutsche Nachrichten-Websites dagegen mobil, dass immer mehr Leser die Anzeigen auf den jeweiligen Seiten ausblenden.

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Mit einer gemeinsamen Kampagne machen mehrere deutsche Nachrichten-Websites dagegen mobil, dass immer mehr Leser die Anzeigen auf den jeweiligen Seiten ausblenden. Wie alle Medien bräuchten auch Online-Dienste eine stabile wirtschaftliche Basis, um hochwertige Inhalte produzieren zu können, erklärte "Spiegel Online". Es handele sich um eine gemeinsame Kampagne mit faz.net, "RP Online", Süddeutsche.de, "Zeit Online" und Golem.de.

Gegenwärtig würden "etliche" Nutzer von Nachrichten-Websites deren wichtigste Einnahmequelle - die Anzeigen - verweigern, erklärten die Medien. Bei 25 Prozent aller Seitenaufrufe verhinderten Adblocker, dass Werbung gezeigt werde.

Der Appell an die Nutzer laute deshalb: "Schalten Sie bitte den Adblocker auf unseren Seiten ab!". Mit Einblendungen auf den jeweiligen Websites werde in nächster Zeit auf diesen Umstand hingewiesen und an die Solidarität der Leser appelliert. Adblocker sind Miniprogramme für Internetbrowser, mit denen sich Werbung unterdrücken lässt.

Till Faida, Mitgründer von Adblock Plus, forderte in dem Blog "eine neue Art von Online-Werbung". Die Nutzer wollten "Alternativen zu blinkenden Bannern", schrieb er. Faida rief Verlage, Werber und Nutzer zum Dialog auf. Nur Werbung für statt gegen den Nutzer könne Menschen im Internet erreichen.

Adblock Plus habe bereits 2011 die "Acceptable-Ads-Initiative" ins Leben gerufen, um einen Kompromiss zwischen Internetnutzern und Verlagen zu finden. Werbung, die unaufdringlich gestaltet sei und von Adblock Plus als akzeptabel zertifiziert werde, werde auch nicht blockiert.

AFP