4. Januar 2013, 18:28 Uhr

NATO beginnt mit Stationierung von Patriots in Türkei

Die NATO hat mit der Stationierung von Patriot-Raketen in der Türkei begonnen.

Die NATO hat mit der Stationierung von Patriot-Raketen in der Türkei begonnen. Das bei Stuttgart ansässige US-Regionalkommando Europa (EUCOM) teilte mit, dass Material und US-Militärpersonal auf dem türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik eingetroffen seien. Die Bundeswehr will in der kommenden Woche die ersten Soldaten für den Patriot-Luftabwehreinsatz in die Türkei verlegen. Dem Vorkommando sollen rund zwei Dutzend Soldaten angehören, kündigte das Verteidigungsministerium in Berlin an.

Die Bundeswehrsoldaten des Vorkommandos sollen sich am Dienstag kommender Woche vom niederländischen Eindhoven aus auf den Weg machen. Dem Vorkommando gehören auch Soldaten aus den Niederlanden an. Das deutsche Hauptkontingent, dem bis zu 350 Soldaten angehören, werde in der Woche vom 14. Januar an verlegt, hieß es weiter.

Mit der Stationierung der Patriot-Luftabwehrsysteme kommen Deutschland und seine NATO-Partner einer Bitte der Türkei nach. Die Türkei verspricht sich von den Systemen Schutz vor den Unruhen im südlichen Nachbarland Syrien. Wiederholt waren syrische Granaten auf türkischem Boden eingeschlagen. Die deutschen Systeme sollen in Kahramanmaras im Süden der Türkei stationiert werden, die niederländischen Einheiten weiter westlich in Adana.

Der Transport des deutschen Materials soll nach Ministeriumsangaben am kommenden Dienstag vom Hafen Travemünde aus beginnen. Zu dem Einsatzmodul zählen zwei Feuereinheiten sowie ein Führungs- und ein Versorgungselement.

AFP
 
 
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