Die NATO hat nach eigenen Angaben nichts von der Anwesenheit des libyschen Ex-Machthabers Muammar el Gaddafi gewusst, als sie am Donnerstag einen Fahrzeugkonvoi in dem nordafrikanischen Land angriff. Das Bündnis habe erst später erfahren, dass es durch den Angriff in der Stadt Sirte "wahrscheinlich" zur Gefangennahme Gaddafis durch Kämpfer der neuen Führung in Libyen beigetragen habe, erklärte die NATO am Freitag in Brüssel. NATO-Flugzeuge hätten am Donnerstagmorgen elf Fahrzeuge von Gaddafi-treuen Kämpfern angegriffen. Sie seien Teil eines schwer bewaffneten größeren Konvois gewesen, der Sirte mit großer Geschwindigkeit verlassen wollte.