Vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag haben am Donnerstag neue Anhörungen zu den blutigen Unruhen in Kenia nach der umstrittenen Präsidentenwahl 2007 begonnen. Bei den bis zum 12. September angesetzten Anhörungen wollen die Ankläger das Gericht überzeugen, dass sie genug Beweise für einen Prozess gegen die vor dem Gericht in Den Haag erschienenen mutmaßlichen Drahtzieher der Gewalt haben. Dem früheren kenianischen Bildungsminister und möglichen Präsidentschaftskandidaten für die Wahl 2012, William Ruto, sowie Ex-Industrieminister Henry Kosgey und dem Radiomoderator Joshua Arap Sang werfen sie Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor.