Trotz des Angriffs auf die deutsche Botschaft im Sudan will Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) das Engagement seines Ressorts in islamischen Ländern verstärken.
Trotz des Angriffs auf die deutsche Botschaft im Sudan will Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) das Engagement seines Ressorts in islamischen Ländern verstärken. "Wir lassen uns durch die Vorfälle in der islamischen Welt nicht beirren", sagte er. "Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir uns im islamischen Raum weiter entwicklungspolitisch engagieren."
Niebel betonte, nachhaltige Entwicklungspolitik trage mittel- und langfristig zur Stabilisierung unruhiger Staaten bei. "Wir schaffen Perspektiven für die Menschen, gerade für die zahlreichen Jugendlichen", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Zentral dafür ist die wirtschaftliche Entwicklung, verbunden mit Ausbildungschancen für junge Menschen."
In mehreren islamischen Ländern richteten sich in den vergangenen Tagen wütende Proteste gegen einen islamfeindlichen Film aus den USA. Tausende Demonstranten steckten am Freitag die deutsche Botschaft in Sudans Hauptstadt Khartum in Brand. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte angesichts der Übergriffe "große Sorge" geäußert.