Der Friedensnobelpreis für den inhaftierten chinesischen Dissidenten Liu Xiaobo könnte nach Einschätzung des Nobelkomitees als "einer der wichtigsten" in die Geschichte des Preises eingehen. Die Wahl Lius sei "klassisch" und stehe in der Tradition, Dissidenten auszuzeichnen, sagte der Sekretär des Preiskomitees, Geir Lundestad, der Nachrichtenagentur AFP. Als Beispiele nannte er die Verleihungen an den deutschen Pazifisten Carl von Ossietzky während des Nationalsozialismus 1935, den polnischen Gewerkschaftsführer Lech Walesa 1983 und die südafrikanischen Anti-Apartheid-Kämpfer Desmond Tutu (1984) und Nelson Mandela (1993).