Der Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus ist als Chef der von ihm gegründeten Grameen-Bank zurückgetreten. Mit seinem Rücktritt wolle er weitere Störungen im Geschäftsablauf vermeiden, erklärte der 70-Jährige am späten Donnerstagabend. Er hatte vor einer Woche den juristischen Kampf gegen seine Entlassung endgültig verloren: Der Oberste Gerichtshof von Bangladesch entschied, dass es sich bei der Grameen-Bank um eine staatliche Institution handele, nicht um eine Privatbank. Damit gelte für alle Mitarbeiter das staatliche Rentenalter von 60 Jahren, Yunus müsse also aufhören.