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2. April 2011, 20:20 Uhr

Polizist bei Bombenanschlag getötet

Bei einem Bombenanschlag in der nordirischen Stadt Omagh ist am Samstag ein 25-jähriger Polizist getötet worden. Der Sprengsatz sei unter dem Auto eines seiner Familienmitglieder explodiert, berichtete die Polizei. Die britische Provinz Nordirland war über Jahrzehnte Schauplatz schwerer Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten.

Bei einem Bombenanschlag in der nordirischen Stadt Omagh ist am Samstag ein Polizist getötet worden. Wie ein örtlicher Politiker der Nachrichtenagentur AFP sagte, explodierte ein offenbar unter einem Auto platzierter Sprengsatz vor dem Haus des 25-jährigen Polizisten. Der Mann, ein Katholik, habe seine Ausbildung zum Polizisten erst vor drei Wochen beendet, fügte der Politiker, der nicht namentlich genannt werden wollte, hinzu. Ähnlich äußerte sich der nordirische Abgeordnete im britischen Parlament, Jeffrey Donaldson, im Fernsehsender Sky News. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand. Der Vorsitzende der Partei Sinn Fein, Gerry Adams, verurteilte das Attentat.

Die katholische Sinn-Fein-Partei galt lange als politischer Arm der Untergrundorganisation Irisch-Republikanische Armee (IRA). Nachdem diese Mitte der 1990er Jahre Friedensverhandlungen mit der britischen Regierung zugestimmt hatte, spaltete sich die Wahre IRA von IRA ab. Die Wahre IRA wird für den Autobombenanschlag in Omagh vom August 1998 verantwortlich gemacht, bei dem 29 Menschen getötet wurden. Es war das folgenschwerste Attentat seit dem Beginn des Nordirland-Konflikts vor mehr als vier Jahrzehnten. Im Gegensatz zu den katholischen Unabhängigkeitskämpfern treten die protestantischen Unionisten für eine anhaltende britische Militärpräsenz in Nordirland ein. Seit dem Friedensabkommen vom Karfreitag 1998 nahm die Gewalt in Nordirland stark ab. Zwei Anschläge von IRA-Splittergruppen im März 2009 hatten allerdings vorübergehend Angst vor einer neuen Gewaltwelle geschürt.

AFP/DPA