1. August 2012, 14:18 Uhr

Notarzt zu Pussy Riot-Musikerinnen Gericht gerufen

Im mit großer Aufmerksamkeit verfolgten Prozess gegen Mitglieder der regierungskritischen Punkband Pussy Riot in Moskau ist der Notarzt zu den Angeklagten gerufen worden.

Im mit großer Aufmerksamkeit verfolgten Prozess gegen Mitglieder der regierungskritischen Punkband Pussy Riot in Moskau ist der Notarzt zu den Angeklagten gerufen worden. Der dritte Prozesstag sei unterbrochen worden, weil die Frauen über Gesundheitsprobleme klagten, teilten Gerichtsbeamte in der russischen Hauptstadt mit. Genaue Angaben zu den Beschwerden machten sie nicht. Der Anwalt der Musikerinnen sagte der Nachrichtenagentur Interfax, seine Mandantinnen hätten nur wenige Stunden Schlaf gehabt und mehr als zwölf Stunden keine Nahrung bekommen.

Der Prozess gegen die seit März inhaftierten Musikerinnen Nadeschda Tolokonnikowa, Jekaterina Samuzewitsch und Marina Alechina hatte am Montag begonnen. Ihnen wird "Rowdytum" vorgeworfen, dafür drohen ihnen bis zu sieben Jahre Haft. Die Band hatte im Februar in einer Moskauer Kathedrale aus Protest gegen den damaligen Ministerpräsidenten und heutigen Staatschef Wladimir Putin unter anderem den Satz "Maria, Mutter Gottes - verjage Putin!" gesungen. International wird der Prozess scharf kritisiert und als politisch motiviert angesehen.

AFP
 
 
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