Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat mit Bestürzung auf die Massenpanik mit 15 Toten bei der Loveparade in Duisburg reagiert. "Ich bin entsetzt und traurig, dass Menschen, die unbeschwert feiern wollten, gestorben sind", erklärte Jäger am Samstagabend in Duisburg. "Mein ganzes Mitgefühl gilt ihren Angehörigen und Freunden." Nach Angaben des Düsseldorfer Innenministeriums reagierte der Krisenstab der Landesregierung unmittelbar auf das Unglück und entsandte weitere Behandlungs- und Betreuungskräfte aus ganz Nordrhein-Westfalen nach Duisburg.
Bei der Massenpanik in einem Tunnel waren am Samstag nach Angaben der Polizei mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Diese Zahl nannte ein Polizeisprecher am frühen Sonntagmorgen. Außerdem seien 342 Verletzte gemeldet worden - wie schwer ihre Verletzungen waren, blieb zunächst unklar. Bei mehreren Verletzten wurden Reanimierungsversuche unternommen.
Die Massenpanik ereignete sich gegen 17.30 Uhr in einer Unterführung auf dem Weg zum Veranstaltungsgelände. Die Techno-Party wurde nach dem Unglück fortgesetzt. Der städtische Krisenstab habe gewollt, "dass diese Veranstaltung in Ruhe ausklingt" und keine Panik entstehe, begründete Ordnungsdezernet Rabe die Entscheidung. Laut Polizei wurde die Musik gegen 23.00 Uhr abgestellt.