Der Osten Australiens kämpft weiter mit heftigen Überschwemmungen. In der Stadt Charleville im Bundesstaat Queensland droht ein provisorischer Damm am Warrego-Fluss zu brechen, wodurch nahezu die gesamte Ortschaft unter Wasser gesetzt würde.
Bürgermeister Mark O'Brien sagte der australischen Rundfunkanstalt ABC, hunderte Menschen seien vorsichtshalber aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht worden. "Riesige Wassermengen" flössen den Warrego hinunter. Nach Polizeiangaben wird in der Region eine Frau vermisst, die am Freitag mit ihrem Auto weggespült worden sei.Nach Angaben der australischen Regierungschefin Julia Gillard waren acht Militärhubschrauber im Einsatz, um Menschen zu suchen, zu retten und zu versorgen.
Neben Queensland leidet auch der benachbarte Bundesstaat New South Wales derzeit unter Rekordüberschwemmungen. Rund 16.500 Menschen sind dort offiziellen Angaben zufolgevon der Außenwelt abgeschnitten, mehr als doppelt so viele wie noch am Freitag. Zahlreiche Regionen wurden zum Katastrophengebiet erklärt, tausende Häuser sind auf längere Sicht unbewohnbar.
Vor rund einem Jahr war der Nordosten Australiens bereits von riesigen Überschwemmungen heimgesucht worden. Rund 35 Menschen starben, zehntausende Häuser wurden überflutet und riesige Flächen Ackerlands vernichtet. Später fegte der Sturm "Yasi" über das Land und richtete weitere große Schäden an.