Für viele US-Republikaner mag Sarah Palin neuer Star der Partei und sogar eine denkbare Präsidentin sein - Ex-First-Lady Barbara Bush gehört wohl nicht zu ihnen. Die Frau des früheren Präsidenten George Bush sagte in einem Interview sie hoffe, Palin bleibe in Alaska.
Barbara Bush, die Frau des früheren republikanischen US-Präsidenten George Bush Senior, hält offenbar wenig von Sarah Palins Plänen, für das Weiße Haus zu kandidieren. In einem Interview mit dem US-Sender CNN, das am Montag ausgestrahlt werden sollte, äußerte die frühere First Lady die Hoffnung, die Galionsfigur der Tea-Party-Bewegung möge im US-Bundesstaat Alaska bleiben. Dort war Palin von 2006 bis 2009 Gouverneurin. "Ich habe einmal neben ihr gesessen. Ich fand sie wunderschön. Und sie ist sehr glücklich in Alaska. Ich hoffe, sie bleibt dort", sagte die für ihre scharfe Zunge berüchtigte 85-jährige Bush.
Palin war 2008 als Vizepräsidentschaftskandidatin der Republikaner gescheitert. Nach eigener Einschätzung hat sie aber gute Chancen, bei den Wahlen 2012 den amtierenden US-Präsidenten Barack Obama zu schlagen. In einem Interview mit dem US-Sender ABC in der vergangenen Woche wollte sich Palin zwar nicht auf eine Kandidatur festlegen. Auf die Frage, ob sie glaube, Obama bei einer Wahl schlagen zu können, antwortete sie aber: "Ich glaube schon."
Im Gegensatz zu Barbara Bush begrüßt der amtierende US-Vizepräsident Joe Biden Palins Pläne. "Ich denke, in diesem Rennen müsste das Land eine eindeutige Entscheidung treffen, und ich glaube, Präsident Obama wäre dann in einer günstigen Position", hatte er bereits am Donnerstag der CNN gesagt.