Frankreich hat von Marokko eine Erklärung für die Abschiebung eines französischen Abgeordneten verlangt, der sich über die Lage in der umstrittenen Westsahara-Region informieren wollte. Das französische Außenministerium sprach von einer "überraschenden Entscheidung" gegen einen Vertreter des nationalen Parlaments. Der kommunistische Abgeordnete Jean-Paul Lecoq war nach eigenen Angaben am Sonntag in Casablanca angekommen, um in die unter marokkanischer Kontrolle stehende Stadt Laâyoune in der Westsahara weiterzureisen. Lecoq, der sich für ein Selbstbestimmungsrecht der Einwohner der Westsahara einsetzt, wurde am Montag zurück nach Frankreich geschickt. Demnach war zudem ein spanischer Europaabgeordneter betroffen.