Die Piratenpartei hat am Vormittag in Bochum mit den Beratungen über ihr Programm für die Bundestagswahl im kommenden Jahr begonnen.
Die Piratenpartei hat am Vormittag in Bochum mit den Beratungen über ihr Programm für die Bundestagswahl im kommenden Jahr begonnen. Zum Auftakt des zweitägigen Treffens appellierte Parteichef Bernd Schlömer an die anwesenden fast 2000 Parteimitglieder, die vergangenen Streitigkeiten um den Vorstand hinter sich zu lassen. "Wir müssen uns wieder darauf konzentrieren, worauf es wirklich ankommt: Wir wollen Politik machen, gute Politik", sagte Schlömer.
Schlömer, der seit April Chef der Piraten ist, räumte auch Fehler ein. "Auch ich habe Fehler gemacht und dafür möchte ich mich bei euch entschuldigen", sagte er. Zugleich rief er dazu auf, die Programmarbeit in den Vordergrund zu stellen. Die Piraten müssten wieder mehr "Freude, Lust und Spaß an der Politik gewinnen", ohne einander zu beschimpfen.
Im Anschluss an die Rede ihres Parteichefs wollen die Piraten über die endgültige Tagesordnung beraten. Nach Umfragen unter Mitgliedern gilt es als wahrscheinlich, dass Beschlüsse zur Wirtschafts- und Energiepolitik sowie für mehr Transparenz gefällt werden. Ein fertiges Wahlprogramm wollen die Piraten erst nach einem zweiten Parteitag im Mai vorlegen. Die junge Partei war zuletzt in den Umfragen zeitweise unter die Fünf-Prozent-Hürde gerutscht.