Die Polizei in Washington hat am Samstag Teile des dortigen Occupy-Zeltlagers abgebaut und sieben Mitglieder der Anti-Wall-Street-Bewegung festgenommen.
Die Polizei in Washington hat am Samstag Teile des dortigen Occupy-Zeltlagers abgebaut und sieben Mitglieder der Anti-Wall-Street-Bewegung festgenommen. Vier Demonstranten seien wegen der "Missachtung von Regeln" festgenommen worden, sagte Polizeisprecher David Schlosser der Nachrichtenagentur AFP. Anwälte der Occupy-Bewegung sprachen von drei weiteren Festnahmen.
Die Demonstranten hatten sich zunächst bereiterklärt, ein Anfang der Woche aufgestelltes großes Zelt in der Mitte des Lagers abzubauen. Anschließend begannen die Polizisten jedoch, auch weitere Zelte abzubauen - die Demonstranten waren davon ausgegangen, dass lediglich Übernachtungsutensilien beschlagnahmt würden. Das Occupy-Camp in Washington ist das letzte sichtbare Protestlager der Bewegung in den USA, andere wurden bereits geräumt.
Die Occupy-Bewegung war im September in New York entstanden. Ausgehend von der Gruppe "Occupy Wall Street" ("Besetzt die Wall Street") dehnten sich die Proteste auf zahlreiche Städte in den USA und auf andere Länder aus. Die Aktivisten, die häufig in Zeltlagern ausharren, prangern dabei die Macht der internationalen Finanzmärkte und soziale Ungerechtigkeiten an.