Nach zehn Stunden Nervenkrieg hat die Polizei die Geiselnahme an einer Kölner Kindertagesstätte mit der Erstürmung des Gebäudes beendet.
Nach zehn Stunden Nervenkrieg hat die Polizei die Geiselnahme an einer Kölner Kindertagesstätte mit der Erstürmung des Gebäudes beendet. Wie die Pressestelle der Polizei mitteilte, wurde der als Geisel festgehaltene Kita-Leiter von einem Sondereinsatzkommando (SEK) befreit. Der Geiselnehmer sei bei der Erstürmung verletzt worden.
Auch der 51-jährige Kita-Leiter musste laut Polizei medizinisch versorgt werden, da ihn der Täter im Zuge der Geiselnahme verletzt habe. Noch während der Geiselnahme hatte ein Polizeisprecher gesagt, es handele sich nicht um lebensgefährliche Verletzungen.
Die Polizei war alarmiert worden, weil Anrufer von lautstarken Streitigkeiten in der Kita berichtet hatten. Grund und Inhalt des Streits blieben zunächst unbekannt. Der Geiselnehmer verschanzte sich mit dem Leiter der Einrichtung in dem Gebäude.
Die Polizei riegelte die Kita im Stadtteil Chorweiler im Norden von Köln mit einem Großaufgebot ab. Spezialeinheiten verhandelten zunächst stundenlang mit dem Geiselnehmer, der Bargeld und einen Fluchtwagen forderte. Zur Höhe der Geldforderung machte die Polizei keine Angaben.
Auch nach der Erstürmung stand die Identität des Geiselnehmers nicht zweifelsfrei fest. Die Ermittlungen zu seinen Motiven würden ebenfalls fortgesetzt, teilte die Polizei mit.
Die Kita hat nach Angaben der Stadt 85 Plätze. Es war aber unklar, wie viele Kinder dort waren. In Nordrhein-Westfalen waren noch Osterferien. Das städtische Jugendamt war mit Betreuern und Beratern vor Ort. Die Stadt richtete zudem eine Sonder-Auskunftsstelle für Eltern ein.