Der Protestmarsch bolivianischer Ureinwohner gegen ein Straßenbauprojekt in einem Naturschutzgebiet hat sich am Mittwoch dem Regierungssitz La Paz genähert. Präsident Evo Morales bot den Marschierern direkte Gespräche an. Diese könnten noch im Laufe des Tages stattfinden, erklärte sein Sprecher. Fernando Vargas, der Anführer des Protestmarschs, sagte jedoch, die Teilnehmer hätten "kein Vertrauen mehr in die Regierung". "Alles was sie tut, ist lügen". Die von Morales vor einiger Zeit angekündigte zeitweise Aussetzung des Straßenbauprojekts sei keine Garantie. Zur Umsetzung des Vorhabens müsse die Regierung "über unsere Leichen gehen".