Die neue portugiesische Regierung will die Bürger mit einer Sonderabgabe am Abbau der hohen Staatsschulden beteiligen. Bürger, die mehr als den Mindestlohn verdienen, sollen in diesem Jahr die Hälfte ihres Weihnachtsgeldes abgeben, wie Ministerpräsident Pedro Passos Coelho am Donnerstag in Lissabon ankündigte. Die Lage der Staatsfinanzen zwinge ihn dazu, die Portugiesen um weitere "Opfer" zu bitten, sagte Passos Coelho in seiner ersten Rede im Parlament seit seinem Wahlsieg Anfang Juni. Er will die Sonderabgabe auf das 14. Monatsgehalt demnach in den kommenden zwei Wochen ins Parlament einbringen, zuvor müssten jedoch noch Details geklärt werden. Die Regierung rechnet laut Coelho mit Mehreinnahmen von 800 Millionen Euro.