Prominente fordern volle Gleichstellung der Homo-Ehe

13. Mai 2013, 16:38 Uhr

Zahlreiche Prominente, darunter viele Künstler und Wissenschaftler, unterstützen einen Aufruf für die vollständige Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. In einem offenen Brief an die Mitglieder des Bundestages, der auf "Spiegel online" veröffentlicht wurde, warben sie für die völlige Gleichstellung von homosexuellen Paaren. "Überwindet Parteigrenzen und stellt gleich, was gleich ist!

0 Bewertungen

Zahlreiche Prominente, darunter viele Künstler und Wissenschaftler, unterstützen einen Aufruf für die vollständige Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. In einem offenen Brief an die Mitglieder des Bundestages, der auf "Spiegel online" veröffentlicht wurde, warben sie für die völlige Gleichstellung von homosexuellen Paaren. "Überwindet Parteigrenzen und stellt gleich, was gleich ist!", heißt es darin.

Unterzeichnet wurde das Schreiben, das laut "Spiegel online" von dem Studenten Martin Speer initiiert wurde, unter anderem von den Schriftstellern Martin Walser und Günter Grass. Zu den Unterstützern zählen auch mehrere Schauspiel- und Opernintendanten, der Publizist Roger Willemsen, Schlagersänger Patrick Lindner, Musiker Bela B. und der Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat.

Der Parlamentsgeschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, forderte die Union auf, ihre Blockadehaltung im Bundestag zur Gleichstellung der Homo-Ehe zu beenden. "Die Gesellschaft ist bereit für die 'Ehe für alle'", erklärte Beck in Berlin. Die Strategie von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die Diskussion "totzuschweigen", funktioniere nicht.

Auch die Linksfraktion forderte endlich Bewegung von der Union. "Die standhafte Weigerung der Union, die vom Bundesverfassungsgericht geforderte Ungleichbehandlung der Homo-Ehe aufzuheben, ist eine Farce", kritisierte Barbara Höll, lesben- und schwulenpolitische Sprecherin.

Auf eine rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen dringen SPD, Grüne und die Linke, aber auch die FDP. Der Bundesrat beschloss im März einen entsprechenden Gesetzentwurf. In CDU und CSU ist die Frage umstritten, mehrheitlich wird eine volle Gleichstellung aber abgelehnt. Allerdings stärkte das Bundesverfassungsgericht in den vergangenen Monaten wiederholt die Rechtsstellung eingetragener Lebenspartnerschaften.

AFP