Zwei russische Kosmonauten und ein US-Astronaut sind mit einer Sojus-Kapsel zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Der Flug sollte an den ersten bemannten Raumflug von vor beinahe 50 Jahren erinnern.
Vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur sind drei Astronauten ins All gestartet, deren Mission vor allem an den ersten bemannten Raumflug vor 50 Jahren erinnern soll. Die Sojus-Rakete mit der Raumkapsel "Juri Gagarin" hob am Dienstagmorgen von dem Startplatz ab, von dem auch Gagarin am 12. April 1961 ins All gestartet war. Nach zweitägigem Flug sollen die drei Männer - zwei Russen und ein US-Astronaut - am Donnerstagmorgen (MESZ) an der Internationalen Raumstation ISS ankoppeln.
Die Raumkapsel mit den drei Männern an Bord wurde nicht nur nach Gagarin benannt, der Name des ersten Menschen im All wurde auch extra eingraviert. Allerdings drohten die drei Astronauten an Bord das große Jubiläum gar nicht im All feiern zu können: Der Start der Sojus-Kapsel hatte aufgrund technischer Probleme verschoben werden müssen. Er hatte eigentlich schon am vergangenen Mittwoch erfolgen sollen. Den Technikern gelang es aber, die Probleme schnell zu beheben, so dass der Start nun doch noch rechtzeitig erfolgte.
Mit der Ankunft der drei Raumfahrer wird die sechsköpfige ISS-Besatzung wieder komplett sein. Das Raumschiff soll in der Nacht zum Donnerstag andocken. Derzeit arbeiten die US-Astronautin Catherine Coleman sowie der russische Kosmonaut Dmitri Kondratjew und der italienische Raumfahrer Paolo Nespoli auf dem Außenposten der Menschheit in rund 350 Kilometer Höhe über der Erde.