Trotz der wirtschaftlichen Erholung drohen vielen Beschäftigten in Deutschland nach einem Zeitungsbericht in diesem Jahr Reallohnverluste. Da die tariflichen Stundenlöhne im Durchschnitt nur um 1,7 Prozent stiegen und der erwartete Preisanstieg bei rund 2,4 Prozent liege, würden die Tarifeinkommen real sinken, sagte der Commerzbank-Volkswirt Eckart Tuchtfeld der "Frankfurter Rundschau" (Mittwochausgabe). Der Voraussage zugrunde liegen die großen Tarifabschlüsse umgerechnet aufs Kalenderjahr. Die bisherigen Abschlüsse seien "sehr enttäuschend" sagte der Bremer Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel der Zeitung. Der Verteilungsspielraum, den Volkswirte bei 3 bis 3,5 Prozent sehen, wurde nicht ausgeschöpft.