Guatemala hat am Sonntag einen neuen Präsidenten gewählt. Als aussichtsreichster Kandidat galt der rechtsgerichtete Ex-General Otto Perez. Von den zehn Bewerbern gehören neun zum rechten Lager, der gemäßigt linken Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú werden nur etwa zwei Prozent der Stimmen zugetraut. Sollte es zu einer Stichwahl im November kommen, dürfte Perez gegen den rechtspopulistischen Unternehmer Manuel Baldizón antreten, der angesichts der hohen Gewalt- und Mordrate die Wiedereinführung der Todesstrafe propagiert. Im Wahlkampf hatte Perez versprochen, "mit eiserner Hand" gegen Kriminalität und Armut vorzugehen.