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News am 30.05.2012
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9. Februar 2012, 14:13 Uhr

Regisseur Petzold sieht seine Filme sehr selbstkritisch

Der Regisseur Christian Petzold kann seine eigenen Filme wegen seiner extrem selbstkritischen Haltung oft jahrelang nicht ansehen.

Der Regisseur Christian Petzold kann seine eigenen Filme wegen seiner extrem selbstkritischen Haltung oft jahrelang nicht ansehen. Es gebe nach der Fertigstellung eines neuen Films immer viel Selbstkritik und eine ins "negative gewendete narzistische Kränkung", gestand Petzold im Deutschlandradio Kultur. Seinen im Jahr 2000 entstandenen Film "Die innere Sicherheit" habe er erst vor drei Jahren wieder ansehen können. "Wenn ich einen Film anschaue, der erst zwei, drei Jahre alt ist, sitzt das Produktionstagebuch noch zu tief im Fleisch."

Petzolds neuer Film "Barbara" mit Nina Hoss in der Hauptrolle ist im Wettbewerb der Berlinale zu sehen. Das Festival trage zum Erfolg von Filmen bei, sagte Petzold: Sein 2007 gedrehter Film "Yella" habe auch durch die Teilnahme am Berlinale-Wettbewerb einen US- und einen französischen Verleih gefunden. Die Finanzierung von Filmen sei für ihn leichter geworden. Früher sei er oft "so zwei Jahre wie ein Staubsauger-Vertreter" mit Drehbüchern umhergelaufen und habe vor Redaktionsstuben auf Wartebänken gesessen, "als ob ich Wohngeld beantragen wollte".

AFP