18. November 2012, 09:08 Uhr

Gabriel: Reiche Griechen müssen beim Sparen helfen

SPD-Chef Sigmar Gabriel macht die Zustimmung seiner Partei zu einem weiteren Griechenland-Hilfspaket von stärkeren Sparanstrengungen reicher Griechen abhängig.

SPD-Chef Sigmar Gabriel macht die Zustimmung seiner Partei zu einem weiteren Griechenland-Hilfspaket von stärkeren Sparanstrengungen reicher Griechen abhängig. "Ich kann mir kein neues Hilfspaket vorstellen, ohne dass nicht endlich auch die vermögenden Griechen zur Kasse gebeten werden", sagte Gabriel der Zeitung "Bild am Sonntag".

Er rief die Bundesregierung auf, der Steuerhinterziehung nicht länger untätig zuzusehen: "Die europäischen Regierungen sollten das in Europa gebunkerte Vermögen von Griechen einfrieren, bis die nachgewiesen haben, dass sie in Griechenland nach Recht und Gesetz Steuern bezahlt haben."

Deutschland und die anderen Länder profitierten davon, weil griechische Millionäre das Geld zu ihnen verschöben, sagte der SPD-chef weiter. "Die Staats- und Regierungschefs sollten sich dafür schämen, dass sie klammheimlich wie Hehler an der Steuerflucht der griechischen Milliardäre verdienen und dann anschließend die deutschen und europäischen Steuerzahler für Hilfspakete zur Kasse bitten." Das müsse gestoppt werden.

AFP
 
 
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