Selbsternannte chinesische Sicherheitskräfte sind in den vergangenen Tagen mehrfach gegen ausländische Journalisten vorgegangen, die den unter Hausarrest stehenden blinden Dissidenten Cheng Guangcheng besuchen wollten. Die französischen Korrespondenten der Zeitungen "Le Monde", "Le Nouvel Observateur" und des Radiosenders RFI sagten der Nachrichtenagentur AFP, sie hätten sich am Sonntag gemeinsam in das Dorf Dongshigu in der östlichen Provinz Shandong aufgemacht, wo Cheng lebt. "Schonungslos" habe rund ein Dutzend "Muskelprotze" sie vor dem Haus des Oppositionellen zurückgedrängt, sagte Brice Pedroletti von "Le Monde".