Gering qualifizierte Arbeitnehmer tragen ein sehr viel höheres Risiko als Akademiker, wegen einer Krankheit dauerhaft arbeitsunfähig zu werden: Die Wahrscheinlichkeit ist bei niedrig Qualifizierten bis zu zehnmal so hoch, wie eine am Dienstag in der Fachzeitschrift des gewerkschaftsnahen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) veröffentlichte Studie zeigt. Wissenschaftler werteten dafür die Daten von 127.000 Menschen aus, die 2008 eine Erwerbsminderungsrente bewilligt bekamen - also zu krank waren, um regulär weiterzuarbeiten. Ihr Ergebnis: Vor allem die Qualifikation, aber auch Geschlecht und Wohnort beeinflussen die Wahrscheinlichkeit, arbeitsunfähig zu werden.