Rüstungsgeschäft legt trotz Wirtschaftskrise zu

27. Februar 2012, 16:13 Uhr

Die hundert größten Rüstungskonzerne weltweit haben nach einer Studie des schwedischen Friedensforschungsinstituts SIPRI trotz der Finanzkrise ihre Geschäfte im Jahr 2010 wieder steigern können.

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Die hundert größten Rüstungskonzerne weltweit haben nach einer Studie des schwedischen Friedensforschungsinstituts SIPRI trotz der Finanzkrise ihre Geschäfte im Jahr 2010 wieder steigern können. Ihr Umsatz beim Verkauf von Waffen und anderer Militärausrüstung stieg um ein Prozent auf 411,1 Milliarden Dollar (310 Milliarden Euro), wie aus dem von SIPRI vorgelegten Jahresbericht für 2010 hervorgeht. Sie verbuchten damit aber ein geringeres Plus als noch 2009, als der Umsatz um sieben Prozent gestiegen war.

Die Liste der hundert größten Rüstungskonzerne wird von US-Firmen dominiert. An der Spitze steht laut SIPRI das US-Unternehmen Lockheed Martin, das 2010 Rüstungsgüter im Wert von 35,7 Milliarden Dollar verkaufte. Unter den Top 100 sind 30 europäische Konzerne, darunter auf Platz sieben der Luftfahrtkonzern EADS. Das deutsche Unternehmen Rheinmetall liegt mit Rüstungsverkäufen im Wert von knapp 2,7 Milliarden Dollar auf Platz 31. Auch die deutschen Unternehmen Krauss-Maffei Wegmann, ThyssenKrupp, Diehl und MTU Aero Engines sind auf der Liste vertreten.

SIPRI ist ein Think Tank, der auf die Erforschung von Konflikten, Waffenkontrolle und Abrüstung spezialisiert ist. Das Friedensforschungsinstitut wurde 1966 gegründet und wird zur Hälfte vom schwedischen Staat finanziert. SIPRI veröffentlicht die Liste mit den hundert größten Rüstungskonzernen seit 1990. Allerdings fehlen wegen mangelnder Daten chinesische Unternehmen in der Übersicht.

AFP