In der armenischen Hauptstadt Eriwan haben rund 10.000 Oppositionsanhänger den Rücktritt der Regierung und Neuwahlen gefordert. Wie eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP berichtete, protestierten die Teilnehmer zudem gegen soziale Missstände und gegen die Inhaftierung Oppositioneller, die an gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl 2008 beteiligt waren. Polizisten versuchten, die Demonstranten am Zugang zu einem zentralen Platz zu hindern, den tausende Oppositionelle bereits im März blockiert hatten. Die Sicherheitskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz, mussten aber schließlich den Demonstranten weichen, so dass diese sich erneut dort versammeln konnten.