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News am 31.05.2012
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7. Februar 2012, 13:28 Uhr

Russischer Außenminister in Syrien mit Jubel empfangen

Drei Tage nach dem Streit um eine UN-Resolution zu Syrien ist der russische Außenminister Sergej Lawrow zu Gesprächen mit Präsident Baschar al-Assad in Damaskus eingetroffen.

Drei Tage nach dem Streit um eine UN-Resolution zu Syrien ist der russische Außenminister Sergej Lawrow zu Gesprächen mit Präsident Baschar al-Assad in Damaskus eingetroffen. Bei der Gewalt in Syrien wurden nach Informationen von Menschenrechtsaktivisten am Montag fast hundert Menschen getötet. Allein beim Bombardement der Rebellenhochburg Homs durch die Armee kamen 69 Zivilisten ums Leben, berichtete die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich entsetzt von der Gewalt in dem Land.

Das Außenministerium in Moskau teilte mit, Lawrow sei in Begleitung des Chefs des russischen Auslandsgeheimdienstes, Michail Fradkow, in Syriens Hauptstadt angekommen. Nach Angaben russischer Staatsmedien hat Lawrow ein Botschaft von Präsident Dmitri Medwedew an Assad bei sich. Die Regierungen in Moskau und Damaskus gaben aber keine Einzelheiten bekannt.

In Damaskus wurde Lawrow mit Jubel von Assad-Anhängern begrüßt. Die Menge skandierte "Danke Russland! Danke China!". Das Staatsfernsehen berichtete, die mehreren tausend Kundgebungsteilnehmer wollten Russland für die "Unterstützung Syriens und der eingeleiteten Reformen" danken.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) forderte von Russland eine klare Botschaft an die syrische Führung. Die Regierung erwarte von Lawrow, dass er in Damaskus "ohne Wenn und Aber klar macht, dass diese Gewalt und diese Repression ein Ende haben müssen", sagte Westerwelle. Russland hatte am Samstag ebenso wie China im UN-Sicherheitsrat sein Veto gegen eine Resolution zu Syrien eingelegt. Nach Großbritannien riefen am Dienstag auch Frankreich und Italien ihre Botschafter aus der syrischen Hauptstadt zu Beratungen zurück. Am Montag hatte bereits London seinen Botschafter zurückgerufen, während Washington seine Botschaft in Damaskus aus Sicherheitsgründen schloss und das gesamte Personal aus dem Land abzog.

Auch am Dienstagmorgen waren indes in Homs weiter Explosionen von Granaten zu hören. Ein Einwohner des Viertels Baba Amro sagte der Nachrichtenagentur AFP am Telefon, der Beschuss habe die ganze Nacht nicht aufgehört. Alle fünf Minuten seien rund vier Explosionen zu hören. Wegen der Scharfschützen wage niemand, vor die Tür zu gehen.

Die Gewalt gegen Zivilisten sei "für die Menschheit absolut nicht hinnehmbar", erklärte Ban. Die Tatsache, dass der UN-Sicherheitsrat bislang keine Einigkeit über eine Resolution zur Syrien-Krise gefunden habe, gebe den syrischen Behörden keinen Freibrief dafür, ihre Angriffe auf die Bevölkerung zu verstärken, betonte der UN-Generalsekretär. Keine Regierung könne derart gegen ihre Bevölkerung vorgehen, ohne ihre Legitimität zu untergraben.

AFP