Ein Jahr nach dem Auffliegen eines russischen Spionagerings in den USA hat ein Militärgericht in Moskau einen mutmaßlichen Doppelagenten in Abwesenheit des Hochverrats für schuldig gesprochen. Das Gericht sah es am Montag laut russischen Nachrichtenagenturen als erwiesen an, dass der ehemalige ranghohe Mitarbeiter des Auslandsgeheimdienstes SWR, Alexander Potejew, die russischen Agenten an die USA verriet. Ein Strafmaß sprachen die Richter zunächst nicht aus, die Staatsanwaltschaft hatte 25 Jahre Haft gefordert. Potejew soll vor dem Auffliegen des Spionagerings in die USA geflohen sein und sich dort noch aufhalten. Das Militärgericht sprach ihn auch der Fahnenflucht schuldig.