Russland kann keine Befehle mehr an ISS-Modul senden

14. November 2012, 16:38 Uhr

Die russischen Raumfahrtbehörden können derzeit offenbar keine Befehle mehr an das russische Modul der Internationalen Raumstation (ISS) senden.

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Die russischen Raumfahrtbehörden können derzeit offenbar keine Befehle mehr an das russische Modul der Internationalen Raumstation (ISS) senden. Grund sei ein Kabelbruch in der Nähe von Moskau, zitierte die Nachrichtenagentur RIA Nowosti eine Quelle aus der Raumfahrtindustrie.

Die Spezialisten könnten aber die Crew der ISS noch sehen und mit ihr kommunizieren, hieß es. Den Angaben zufolge wurde zudem der Kontakt zu den zivilen Satelliten unterbrochen; die militärischen Satelliten seien nicht von der Panne betroffen.

"Wir haben seit zwei Stunden keine Verbindung mehr zur Bodenfernsteuerungsstation in Russland", zitierte RIA Nowosti die Quelle weiter. Der Vorfall könnte dem Bericht zufolge auch den für kommenden Montag geplanten Rückflug dreier Raumfahrer von der ISS zur Erde verzögern. Es werde mindestens 48 Stunden dauern, bis das Stromkabel wieder repariert sei.

Der Direktor eines Moskauer Instituts, das für die Kommunikation mit den Satelliten und der ISS zuständig ist, sagte der Nachrichtenagentur Interfax, die Unterbrechung sei offenbar durch Straßenbauarbeiten verursacht worden.

AFP