Bei der Stichwahl um die Präsidentschaft in Frankreich hat der konservative Amtsinhaber Nicolas Sarkozy in Paris seine Stimme abgegeben.
Bei der Stichwahl um die Präsidentschaft in Frankreich hat der konservative Amtsinhaber Nicolas Sarkozy in Paris seine Stimme abgegeben. In Begleitung seiner Frau Carla Bruni-Sarkozy warf der 57-Jährige seinen Stimmzettel in einem Wahllokal im vornehmen 16. Pariser Arrondissement in die Wahlurne. Sarkozy stellt sich nach fünf Jahren im Amt zur Wiederwahl, doch sehen alle Umfragen seinen sozialistischen Herausforderer François Hollande als klaren Wahlsieger.
Die Wahlbeteiligung lag am Sonntagmittag höher als bei der ersten Runde vor zwei Wochen. Bis Mittag hätten 30,7 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, teilte das Innenministerium mit. In der ersten Runde lag die Beteiligung um diese Zeit bei 28,3 Prozent. In der Stichwahl 2007 zwischen Sarkozy und der Sozialistin Ségolène Royal hatten mittags allerdings bereits 34,1 Prozent der Wähler ihre Stimme abgegeben.
Die erste Runde am 22. April hatte Hollande mit weniger als zwei Prozentpunkten Vorsprung gewonnen. Bei einem Wahlsieg wäre er der erste sozialistische Präsident seit François Mitterrand, der von 1981 bis 1995 an der Spitze Frankreichs stand. Die Amtszeit Sarkozys endet am 15. Mai um Mitternacht. Hollande hatte für den Fall eines Wahlsieges eine Amtsübernahme an diesem Tag angekündigt. Die letzten Wahllokale schließen in den französischen Großstädten um 20.00 Uhr.