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News am 31.05.2012
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15. Februar 2012, 16:18 Uhr

Sarkozy startet offiziell als Präsidentschaftskandidat

Die französischen Konservativen erhoffen sich durch die offizielle Präsidentschaftskandidatur von Staatspräsident Nicolas Sarkozy kräftigen Schwung für ihren Wahlkampf.

Die französischen Konservativen erhoffen sich durch die offizielle Präsidentschaftskandidatur von Staatspräsident Nicolas Sarkozy kräftigen Schwung für ihren Wahlkampf. Außenminister Alain Juppé sagte: "Jetzt wird der richtige Wahlkampf beginnen." Der Präsident will am Abend offiziell seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl bekanntgeben.

Der 57-jährige Staatschef will um 20.00 Uhr im Fernsehsender TF1 auftreten, um sich als Kandidat zu erklären. Per Internet-Kurznachrichtendienst Twitter kündigte Sarkozy selbst das Interview an. In den nächsten Tagen sind bereits mehrere Wahlkampfauftritte geplant: am Donnerstag im ostfranzösischen Annecy und am Sonntag im südfranzösischen Marseille.

Der konservative Präsident liegt in den Umfragen seit Monaten deutlich hinter seinem sozialistischen Herausforderer François Hollande. Aus dem eigenen Lager war Sarkozy deshalb gedrängt worden, seine Kandidatur nicht erst Ende Februar, sondern schon früher anzukündigen. Juppé sagte dem Sender France Info mit Blick auf die Sozialisten, künftig werde "Projekt gegen Projekt" stehen. Durch den Wahlkampf-Eintritt von Sarkozy werde sich "alles ändern".

Die Sozialisten spielten die Bedeutung von Sarkozys Kandidatur-Ankündigung herunter. Parteichefin Martine Aubry sagte dem Sender LCI, der Auftritt Sarkozys werde nichts ändern. Seine Kandidatur sei schon lange ein "offenes Geheimnis". Mit seinem offiziellen Wahlkampf-Eintritt werde aber vielleicht die Praxis beendet, staatliche Gelder indirekt für den Wahlkampf des Präsidenten zu verwenden.

Die Präsidentschaftswahl findet in zwei Wahlgängen am 22. April und 6. Mai statt. Der jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Harris Interactive zufolge liegt Hollande derzeit bei 28 Prozent der Wählerstimmen im ersten Wahlgang, Sarkozy bei 24 Prozent. In einer Stichwahl im zweiten Wahlgang käme Hollande demnach auf 57 Prozent und der Präsident nur auf 43 Prozent.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angekündigt, dass sie ihren Parteifreund Sarkozy im Wahlkampf unterstützen werde. Die Mehrheit der Bundesbürger findet das aber nicht gut: 59 Prozent lehnen das Vorhaben der Kanzlerin nach einer neuen Umfrage für das Hamburger Magazin "stern" ab, mehrheitlich auch die Wähler der Union (53 Prozent). Nur 23 Prozent halten die geplanten Auftritte der CDU-Chefin in Frankreich für richtig.

AFP