Die scheidende Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, sieht nach eigenen Worten "keine Zäsur" darin, dass nach ihr erstmals kein Holocaust-Überlebender mehr an der Spitze des Rats steht. Ihr voraussichtlicher Nachfolger Dieter Graumann habe zwar "die Schrecken des Nationalsozialismus nicht selbst erlebt, aber er ist mit den Erzählungen seiner Eltern aufgewachsen", sagte Knobloch der "Augsburger Allgemeinen" vom Samstag. "Insofern sehe ich keine Zäsur." Der bisherige Zentralratsvize Graumann soll am Sonntag auf einer Ratsversammlung in Frankfurt am Main zum Nachfolger Knoblochs gewählt werden. Er wird der erste Präsident sein, der den Holocaust nicht selbst erlebt hat.



