Ermittlern der Zollfahndung Kaiserslautern ist nach einem Medienbericht ein großer Schlag gegen die Dopingszene in Deutschland gelungen. Beamten beschlagnahmten bereits im September vorigen Jahres in einem Lagerhaus in dem hessischen Ort Nidda-Wallernhausen illegale Arzneimittel. Darunter waren demnach auch Anabolika-Präparate im Wert von rund zehn Millionen Euro.
Ermittlern der Zollfahndung Kaiserslautern ist nach einem Medienbericht ein großer Schlag gegen die Dopingszene in Deutschland gelungen. Wie das Hamburger Magazin "Spiegel" am Samstag vorab berichtete, beschlagnahmten die Beamten bereits im September vorigen Jahres in einem Lagerhaus in dem hessischen Ort Nidda-Wallernhausen illegale Arzneimittel. Darunter waren demnach auch Anabolika-Präparate im Wert von rund zehn Millionen Euro.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Fahnder handelt es sich dabei um ein Lager einer im Untergrund agierenden Firma, die auf dem Schwarzmarkt jahrelang einen florierenden internationalen Handel mit illegalen leistungssteigernden Präparaten betrieben haben soll. Unter deren Kunden sollen dem Bericht zufolge auch Spitzenathleten gewesen sein. Seit der Razzia sitze einer der Betreiber der Firma, ein ehemaliger Vertreter für Naturkosmetik, in Gießen in Untersuchungshaft. Auch in Österreich wurde demnach ein Verdächtiger inhaftiert.
Den Ermittlungen zufolge ließ die Firma die Wirkstoffe der Dopingmittel von Billigarbeitern in Indien produzieren. Von Asien aus wurden die Rohsubstanzen per Luftfracht nach Dänemark und England versendet, per Paketdienst gelangten sie schließlich nach Nidda-Wallernhausen. Verkauft wurde der Stoff nach Erkenntnissen der Ermittler in Schnellrestaurants, in Hotels in Frankfurt am Main und Umgebung oder über das Internet, berichtete der "Spiegel". Die Abnehmer kamen demnach aus Europa und Amerika.