Schlecker-Frauen kämpfen für Erhalt ihrer Arbeitsplätze

8. März 2012, 08:33 Uhr

Mitarbeiterinnen der insolventen Drogeriemarkt-Kette Schlecker wollen heute in vielen Städten in ganz Deutschland für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstrieren.

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Mitarbeiterinnen der insolventen Drogeriemarkt-Kette Schlecker wollen heute in vielen Städten in ganz Deutschland für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstrieren. Zu den Demonstrationen haben die Betriebsräte von Schlecker und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi aufgerufen. Hintergrund der Kundgebungen ist der heute stattfindende Internationale Frauentag. Die Beschäftigten wollen mit den Aktionen auch Politiker zur Unterstützung im Kampf um ihre Arbeitsplätze auffordern.

Die Schlecker-Belegschaft besteht weitgehend aus Frauen. Die verlustträchtige Drogerie-Kette musste kürzlich Pleite anmelden. Knapp 12.000 Beschäftigte sollen entlassen werden.

Die Bundesländer stehen staatlichen Finanzhilfen für die insolvente Drogeriemarktkette Schlecker mehrheitlich zurückhaltend gegenüber. Wie die "Stuttgarter Nachrichten" unter Berufung auf Angaben der Wirtschaftsministerien in 13 Bundesländern berichten, bietet bisher kaum ein Land aktiv seine Unterstützung an. Lediglich das Saarland, Thüringen und Hamburg ließen demnach ihre Bereitschaft erkennen, sich zu beteiligen. Die übrigen Länder zeigten sich der Umfrage der Zeitung zufolge zurückhaltend.

"Die vorläufige Rettung offenbar nicht rentabler Schlecker-Filialen durch die öffentliche Hand ist aller Voraussicht nach nicht nachhaltig", sagte demnach etwa der Sprecher von Birgitta Wolff (CDU), Wirtschaftsministerin in Sachsen-Anhalt. Dies gefährde im schlimmsten Fall Arbeitsplätze bei Mitbewerbern von Schlecker, die ihre Geschäfte rentabel führten, sagte er.

AFP