Gruppendruck im Kindergarten: Schon Vierjährige passen ihre Meinungsäußerung im Kreis von Gleichaltrigen wider besseren Wissens an die Mehrheit an. Wie Wissenschaftler der Max-Planck-Institute (MPI) für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und für Psycholinguistik im niederländischen Nijmegen herausfanden, unterstützen auch Kinder mitunter öffentlich selbst dann eine Mehrheitsmeinung, wenn sie diese eigentlich für falsch halten. Die Ursache dafür vermuten die Forscher in grundlegenden sozialen Erwägungen, etwa zur eigenen Akzeptanz in der Gruppe. Die Studie wurde in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Child Development" veröffentlicht.



