4. Dezember 2012, 09:48 Uhr

Sechs Tote durch Taifun "Bopha" auf den Philippinen

Auf den Philippinen sind durch den schweren Taifun "Bopha" mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen.

Auf den Philippinen sind durch den schweren Taifun "Bopha" mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Laut den Rettungskräften starben sie an der Ostküste der Insel Mindanao, wo der Sturm am Morgen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 Stundenkilometern und starken Regenfällen auf Land getroffen war.

Unter den Todesopfern sei eine ältere Frau, die von einem auf ihr Haus gestürzten Baum erschlagen wurde. Zudem würden vier Fischer vermisst, sagte ein Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AFP.

Wegen des Sturms seien mehr als 41.000 Menschen in rund tausend Notunterkünfte geflüchtet, sagte der Leiter der Zivilschutzbehörde, Benito Ramos. Anwohner der Küstenregionen und niedrig gelegener Siedlungen seien wegen der Gefahr von Überschwemmungen und Erdrutschen in Sicherheit gebracht worden.

Auf Mindanao herrschte Ausnahmezustand: Flug- und Fährverbindungen wurden annulliert, die Schulen blieben geschlossen. In der Stadt Cagayan de Oro mit ihren rund 600.000 Einwohnern traten mehrere Flüsse über die Ufer und verursachten Überschwemmungen. Um Brände und tödliche Stromschläge zu vermeiden, waren am Morgen weite Teile der Insel ohne Strom. Anwohner Mindanaos berichteten von entwurzelten Bäumen und vom Sturm abgedeckten Dächern.

Der Taifun zog leicht nachlassend Richtung Nordwesten. Er wurde im weiteren Tagesverlauf im Süden der Insel Negros erwartet, wo mit schweren Regenfällen gerechnet wurde. "Bopha" ist bereits der 16. schwere Sturm, der in diesem Jahr auf die Inselgruppe im Westen des Pazifiks trifft. Im Schnitt durchleben die Anwohner der Philippinen etwa 20 schwere Stürme pro Jahr. Im August wurden in dem südostasiatischen Land bei mehreren Unwettern rund hundert Menschen getötet.

AFP