. .
News am 31.05.2012
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
3. Februar 2012, 14:13 Uhr

Sibirische Kälte hat Deutschland fest im Griff

Deutschland hat sich in einen Eiskeller verwandelt: In großen Teilen Thüringens und Sachsens wurde nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach in der Nacht die Marke von minus 20 Grad Celsius unterschritten.

Deutschland hat sich in einen Eiskeller verwandelt: In großen Teilen Thüringens und Sachsens wurde nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach in der Nacht die Marke von minus 20 Grad Celsius unterschritten. Das war die bisher frostigste Nacht dieses Winters. Im sächsischen Bad Elster maß der DWD mit minus 23,6 Grad die niedrigste Temperatur. Auch in Mailand in Italien ist inzwischen ein Obdachloser erfroren.

Der Wetterdienst Meteomedia meldete von seinen Messstationen sogar noch eisigere Temperaturen. So wurden demnach am Funtensee in Bayern minus 35,3 gemessen. Im sächsischen Morgenröthe-Rautenkranz waren es immerhin minus 27,8 Grand und in Deutschneudorf im Erzgebirge minus 26,4 Grad.

Laut DWD bleibt es auch in den kommenden Tagen weiter sehr kalt. Für die Nacht zum Samstag wird erneut strenger Frost von bis zu minus 20 Grad erwartet.

Die Zahl der Kältetoten in Italien stieg auf drei. In der Toskana sind aufgrund des Winterwetters zudem mehr als 2000 Menschen von Stromausfällen betroffen, allein in der Stadt Siena sind 1500 Menschen ohne Strom. In vielen Gegenden im Zentrum und Norden des Landes liegt dichter Schnee.

Die Lage sei "besonders kritisch", sagte der Chef des Zivilschutzes, Franco Gabrielli. Die Rettungskräfte seien in erhöhtem Alarmzustand, Helfer sollten Straßen und Schienen freiräumen. In der Hauptstadt Rom fiel der Schulunterricht aus. Dort wurden für die Nacht auf Samstag bis zu 15 Zentimeter Schnee erwartet.

Durch die extreme Kälte starben bis Donnerstag europaweit mehr als 120 Menschen. Besonders schwierig war die Lage in der Ukraine, wo binnen 24 Stunden erneut 20 Kältetote registriert wurden. Auch aus Deutschland wurde ein weiterer Toter gemeldet.

AFP