Der im vergangenen Herbst von der israelischen Regierung verhängte Baustopp für jüdische Siedlungen im Westjordanland ist nach Angaben von Friedensaktivisten bereits in hunderten Fällen unterlaufen worden. Nach einer Analyse von Luftaufnahmen teilte die siedlungskritische Bewegung Peace Now (Frieden Jetzt) am Dienstag mit, seit Beginn des Moratoriums Ende November seien in dem mehrheitlich von Palästinensern bewohnten Gebiet in rund 60 jüdischen Siedlungen 492 Wohnungen gebaut worden. Das für die Baugenehmigungen zuständige Verteidigungsministerium war für eine Stellungnahme zu den Angaben zunächst nicht erreichbar.