Der Chef der nationalistischen Sinn-Fein-Partei, Gerry Adams, hat die Rede der britischen Königin Elizabeth II. während ihres historischen Irland-Besuchs begrüßt. Er halte das von der Queen zum Ausdruck gebrachte Mitgefühl für die Opfer des Konflikts zwischen Irland und seiner einstigen Kolonialmacht für "echt", erklärte Adams am Donnerstag. Der Politiker, dessen Partei für eine Eingliederung der britischen Provinz Nordirland in die Irische Republik kämpft, galt als einer der erbittertsten Gegner des Besuchs der Queen. Bei Bekanntgabe der Reisepläne hatte er gesagt, er halte die Staatsvisite für "verfrüht". Sie sei für viele Iren eine "Beleidigung", "vor allem für die Opfer der britischen Herrschaft".