Auch im Frühjahr ist die Sonne nicht zu unterschätzen: Mediziner raten daher insbesondere Männern mit Glatze zu ausreichendem Sonnenschutz.
Auch im Frühjahr ist die Sonne nicht zu unterschätzen: Mediziner raten daher insbesondere Männern mit Glatze zu ausreichendem Sonnenschutz. "Speziell die Kopfhaut oder auch die Wangen sind typische Stellen für den beginnenden hellen Hautkrebs", erklärte Meinhard Schiller vom Hauttumorzentrum des Universitätsklinikums Münster (UKM) am Freitag. Angesichts der dünneren Ozonschicht bestehe schon jetzt eine erhöhte Sonnenintensität, vor der gerade solche Köperregionen geschützt werden müssten.
Der sogenannte weiße Hautkrebs ist zwar weniger gefährlich als der schwarze Hautkrebs, er ist aber der häufigste Hauttumor bei Menschen mit heller Haut weltweit. Kennzeichen sind milde, leichte Verhornungen auf der Haut, vornehmlich an den Stellen, die besonders der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Oft werde diese durch die Patienten allerdings als nicht abheilende Schürfwunden wahrgenommen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es demnach jährlich 250.000 Neuerkrankungen durch weißen Hautkrebs. Das sind 16 mal mehr als beim schwarzen Hautkrebs, dem sogenannte Malignen Melanom.
Zum Schutz raten die Hautexperten, in der Mittageszeit direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden und auch jetzt schon beim Wandern oder bei der Radtour Sonnenschutzmittel zu verwenden.