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News am 31.05.2012
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13. Februar 2012, 16:28 Uhr

Spekulationen über Todesumstände von Whitney Houston

Nach dem Tod der US-Popsängerin Whitney Houston wird über einen möglicherweise verhängnisvollen Cocktail aus Alkohol und Medikamenten spekuliert.

Nach dem Tod der US-Popsängerin Whitney Houston wird über einen möglicherweise verhängnisvollen Cocktail aus Alkohol und Medikamenten spekuliert. Wie die Promi-News-Webseite TMZ berichtet, starb Houston offenbar an einer Mischung aus verschreibungspflichtigen Mitteln und Alkohol. Die Autopsie-Ergebnisse sollen aber erst in sechs bis acht Wochen vollständig öffentlich gemacht werden.

Houston war am Samstag tot in der Badewanne ihres Hotelzimmers in Beverly Hills gefunden worden. Die Gerichtsmedizin in Los Angeles teilte den Angehörigen der Sängerin laut TMZ mit, dass Houston womöglich bereits tot war, als ihr Kopf in der Badewanne unter Wasser gerutscht sei. In ihrer Lunge sei Wasser festgestellt worden, Ertrinken sei als Todesursache allerdings unwahrscheinlich. Die Sängerin wurde 48 Jahre alt.

Nach der Autopsie und der toxikologischen Untersuchung am Sonntag erklärte die Gerichtsmedizin in Los Angeles, die Ergebnisse würden vorerst unter Verschluss bleiben. Dieses Vorgehen sei bei Todesfällen von besonderem öffentlichen Interesse üblich, sagte der stellvertretende Leiter der Gerichtsmedizin, Ed Winter. Derzeit gebe es aber keine Anzeichen für ein Fremdverschulden.

Medienberichte, wonach Houston verschreibungspflichtige Medikamente in ihrem Zimmer gehabt haben soll, wollte Winter nicht kommentieren. Auf die Frage, ob die Ermittler von einem Selbstmord ausgingen, sagte er: "Wir schauen uns alle Aspekte des Falls an." Möglicherweise könne er am Mittwoch oder Donnerstag weitere Einzelheiten öffentlich machen.

Nach Informationen von TMZ plant Whitney Houstons Mutter, die Gospelsängerin Emily "Cissy" Houston, den Leichnam ihrer Tochter so schnell wie möglich nach Atlanta zu bringen. Die Gerichtsmedizin habe der Familie signalisiert, dass sie mit der Freigabe der Leiche grundsätzlich kein Problem habe. Houston hatte in der Stadt im Bundesstaat Georgia viele Jahre gelebt.

Houstons Tochter Bobbi Kristina wurde am Sonntag vorübergehend ins Krankenhaus eingeliefert. Ein Freund der 18-Jährigen sagte, Houstons Tochter habe unter Angstzuständen gelitten und sei ins Cedars Sinai Hospital in Beverly Hills gebracht worden. Nach Angaben des TV-Senders CBS konnte sie wenige Stunden später wieder entlassen werden.

Die Familie der Pop-Legende äußerte sich am Sonntag erstmals zu der "unvorstellbaren Tragödie" des Tods Houstons. "Wir sind durch den Verlust unserer geliebten Whitney am Boden zerstört", hieß es in einer Erklärung. "Wir werden sie sehr vermissen." Houstons Ex-Mann Bobby Brown bat, die Privatsphäre der Familie zu respektieren. "Ich bin zutiefst betrübt über das Ableben meiner Ex-Frau Whitney Houston", zitierte der Nachrichtensender CNN aus einer Erklärung Browns, dessen turbulente Ehe mit der Sängerin im Jahr 2007 nach 15 Jahren geschieden worden war.

Dem US-Magazin People zufolge flog Brown am Sonntagabend nach Los Angeles, um bei Tochter Bobbi Kristina zu sein. Der Sänger sagte demnach ein Konzert in Nashville im Bundesstaat Tennessee ab. Am Samstagabend war Brown US-Medienberichten zufolge bei einem Auftritt mit seiner wiedervereinigten Band New Edition in Mississippi in Tränen ausgebrochen, nachdem er vom Tod seiner Ex-Frau erfahren hatte. Der Sänger habe "Ich liebe Dich, Whitney" gerufen und einen Kuss in Richtung Himmel gesendet.

Houstons Tod überschattete auch die Verleihung der Grammy-Musikpreise am Sonntagabend in Los Angeles. Mit einem Gebet und der Darbietung des Houston-Hits "I will always love you" verneigte sich die Musikwelt bei der Grammy-Gala ivor der verstorbenen Sängerin.

Rapper LL Cool J, der die Gala moderierte, sprach für Houston auf der Bühne ein Gebet. Sängerin Jennifer Hudson trug ganz in schwarz gekleidet Houstons großen Hit "I will always love you" vor.

Mehrere Stars waren wegen des plötzlichen Tods von Whitney Houston in Schwarz gekleidet zu der Verleihung erschienen. Immer wieder drückten Laudatoren und Preisträger auf der Bühne ihren Respekt für die Pop-Diva aus. "An Whitney, die im Himmel ist - wir alle lieben dich", sagte etwa Soul-Legende Stevie Wonder. Die Sängerinnen Alicia Keys und Bonnie Rait beendeten ihren Auftritt mit den Worten: "Whitney, wir werden Dich nie vergessen."

Große Gewinnerin der Grammys war die Britin Adele mit sechs Trophäen, darunter die Auszeichnungen für die beste Single und das bestes Album. Einen erfolgreichen Abend hatte auch die US-Band Foo Fighters, die fünf Grammys abräumte. Der US-Rapper Kanye West holte vier Trophäen. Die US-Folkband Bon Iver wurde als musikalische Neuentdeckung des Jahres ausgezeichnet. Deutsche Bewerber, die in verschiedenen Klassikkategorien nominiert waren, gingen leer aus.

AFP