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25. November 2010, 08:20 Uhr

Ex-Spitzenpolitiker der Republikaner wegen Geldwäsche verurteilt

In einer Parteispendenaffäre bei den US-Republikanern hat ein Gericht im Bundesstaat Texas den früheren Spitzenpolitiker Tom DeLay verurteilt.

In einer Parteispendenaffäre bei den US-Republikanern hat ein Gericht im Bundesstaat Texas den früheren Spitzenpolitiker Tom DeLay verurteilt. Die Geschworenen befanden DeLay am Mittwoch der Geldwäsche und Verschwörung für schuldig. Dem republikanischen Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus unter dem frühren Präsidenten George W. Bush droht nun eine langjährige Haftstrafe.

Die Staatsanwaltschaft hatte DeLay vorgeworfen, die Wahlen in Texas 2002 mit illegalen Zahlungen beeinflusst zu haben. Im Zentrum der Affäre steht die Weitergabe von Unternehmensspenden in Höhe von 190.000 Dollar (143.000 Euro) an die Führung der republikanischen Partei, die wiederum die gleiche Summe an sieben Kandidaten in Texas spendete. Parteispenden von Unternehmen an Kandidaten sind in Texas verboten. Für die Geldwäsche droht DeLay eine Haftstrafe zwischen fünf und 99 Jahren, für die Verschwörung eine Strafe von bis zu 20 Jahren. DeLay beteuerte seine Unschuld und kündigte an, in Berufung zu gehen.

Mehr als zehn Jahre lang hatte DeLay als Mehrheitsführer der Republikaner im Repräsentantenhaus eine Schlüsselstellung in Washington inne. Er galt als einer der Architekten der republikanischen Wahlerfolge in den vergangenen Jahren. Mit eiserner Hand hielt er die Mehrheit im Parlament zusammen. Sein Stil brachte ihm den Beinamen "der Hammer" ein.

AFP