Steinmeier will nicht in die Brandenburger Landespolitik

29. Juni 2013, 09:43 Uhr

Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Frank-Walter Steinmeier, schließt einen Wechsel in die Landespolitik aus.

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Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Frank-Walter Steinmeier, schließt einen Wechsel in die Landespolitik aus. "Mein Platz ist und bleibt in der Bundespolitik", sagte Steinmeier der "Bild am Sonntag" angesichts von Spekulationen, er könne Nachfolger des gesundheitlich angeschlagenen brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) werden. "Matthias Platzeck ist der beste Ministerpräsident, den ich mir für Brandenburg vorstellen kann", sagte Steinmeier. "Ich bin froh darüber, dass er es bleiben wird."

Platzeck hatte kürzlich einen leichten Schlaganfall erlitten. Steinmeier, der eng mit Platzeck befreundet ist, sagte, er habe sich Sorgen um ihn gemacht. "Wir haben mehrfach telefoniert in dieser Woche, und ich war froh, dass es ihm schnell wieder besser ging. Am Wochenende werden wir uns hoffentlich sehen. Ich freue mich darüber, dass er sich wieder wohlfühlt und seine Arbeit aufgenommen hat."

Platzeck hatte am Donnerstag anlässlich der Wiederaufnahme seiner Amtsgeschäfte gesagt, er werde seinen Gesundheitszustand gründlich prüfen. Einen erneuten Antritt bei der Landtagswahl im Herbst 2014 schloss der 59-Jährige nicht aus. "Wenn die Partei das will und ich gesundheitlich mich in der Lage fühle, dann werde ich 2014 gern wieder antreten", sagte Platzeck.

Das Nachrichtenmagazin "Focus" schreibt unter Berufung auf Parteikreise, die Brandenburger SPD spekuliere zunehmend über eine Nachfolge Platzecks. "Das müssen wir tun, dafür ist sein Gesundheitszustand leider zu labil", zitierte das Blatt einen führenden Sozialdemokraten. Ein Spitzenfunktionär sagte demnach mit Blick auf die Landtagswahl kommendes Jahr: "Das Zeitfenster schließt sich."

Dem Bericht zufolge sagte Brandenburgs SPD-Generalsekretär Klaus Ness, Steinmeier spiele "in der Landespolitik keine Rolle". Der Brandenburger Bundestagsabgeordnete Peter Dankert sagte "Focus", es sei "nicht vorstellbar, dass ein Kandidat von außen kommt. Das wird jemand aus Brandenburg".

AFP